Bahnstromwerk Frankfurt (Oder)

1986

Im Bahnbetriebswerk (Bw) Frankfurt (Oder) Rbf wurde zu den vorhandenen Abteilungen, in Vorbereitung des zu gründenden Bahnstromwerkes, eine eigene Abteilung Bahnstromwerk gebildet, die vor allem Personale rekrutieren und die Gründung vorbereiten sollte. Die Einbindung in die gefestigte Struktur dieser großen Dienststelle sicherte den Aufbau der geplanten Dienststelle Bahnstromwerk. Leiter des Bw war Herr Manfred Vollmer, damit auch Vorgesetzter der Mitarbeiter der Abteilung Bahnstromwerk (Bsw).
Die Mitarbeiter waren zunächst im Bauabschnitt 3 des Kulturhauses Völkerfreundschaft und in der Exportbaracke Bf. Oderbrücke untergebracht.

Zeitleiste bis zur Gründung des Bahnstromwerkes

19.03.86 - Erste Einstellung (Leiter Materialwirtschaft)
01.09.86 - Künftigen Leiter, noch Abteilungsleiter, eingestellt.
01.01.87 - Bildung der Kaderabteilung                            
01.09.87 - Beginn der Arbeiten auf dem Bf. Oderbrücke    
27.11.87 - Erste Gewerkschaftswahlen                             
09.03.88 - Erster Fahrleitungsmast auf Bf. Odk gestellt     

26.04.1988 Gründungsveranstaltung im Kulturhaus Briesener Straße
(Rückwirkend zum 01.01.1988)

Gemäß Arbeitsordnung hatte das Bsw Frankfurt (Oder) eine Struktur welche denen der anderen Bahnstromwerke der Deutschen Reichsbahn entspricht:

Organigram

Erläuterungen: K/B = Kader und Bildung ; A/L = Arbeit und Löhne ; Pl = Mitarbeiterin Planung ; TRN = MA Technik, Rationalisierung, Neuererwesen;
...................... MW = Mitarbeiter Materialwirtschaft; BdHB = Beauftragte des Hauptbuchhalters; Si = Sicherheitsinspektor; R+S = Ma Rechnungswesen und Statistik ;
.......................Abteilungsleiter B = Abteilungsleiter Bahnstromversorgung ; Abteilungsleiter F = Abteilungsleiter Fahrleitung

28.05.88 

Aufnahme des elektrischen Zugbetriebs im Bf Oderbrücke mit 3 kV Gleichspannung, gespeist von der PKP. Wirksamwerden der Fahrleitungsinstandhaltung und–entstörung ab Staatsgrenze und .Inbetriebnahme der Zollsicherheitsschaltung auf den Gleisen 3-5 (Importseite)

00.08.88

Baubeginn Umformerwerk und Bahnstromanlagen in Frankfurt (Oder) Lilihof.
Bahnanschluß bestand zum Bahnhof Frankfurt (Oder) Rosengarten Güterbahnhof (Rsg), wo im Zusammenhang mit den Elektrifizierungsmaßnahmen ein neues elektrisches Relaisstellwerk mit Gleisbildtisch errichtet  wurde.

1990
Bau des Sozialgebäudes
21.09.90

Aufnahme des elektrischen Zugbetriebs von Berlin-Köpenik bis Fürstenwalde, gespeist vom Umformerwerk Berlin-Rummelsburg.
Inbetriebnahme der Kuppelstelle Fürstenwalde
Der Speisebereich ist durch die Kuppelstelle Fürstenwalde und Coschen eingegrenzt.
Personalbestand im Bahnstromwerk zum Zeitpunkt 80 Mitarbeiter.

24.09.90
Erstzuschaltung der 110-kV-Freiluftschaltanlage
   
26.-28.09.
Anfahren der Umformer des Bahnstromwerkes Frankfurt (Oder)
   
12.-15.09 Inbetriebnahme der Fahrleitungsanlage 16 2/3 Hz im Bf. Oderbrücke. Mit Inbetriebnahme des Schaltpostens Odk und der 15-kV-Schaltanlage im Umformerwerk Frankfurt (Oder) kam die Fahrleitungsanlage 3 kV= und 15 kV~ in den Schaltbefehlsbereich des Unterwerkes Frankfurt (Oder).
Aufnahme des elektrischen Zugbetriebs von Fürstenwalde nach Frankfurt (Oder), Oderbrücke bis zur Kuppelstelle Coschen.
Erste Kurzschlußversuche mit dem Umformerwerk Cottbus.
   
21.-22.12
Inbetriebnahme der Zollschutzschaltung auf dem Bahnhof Oderbrücke für die Gleise 3 -5 und 6 - 8
   
31.01.91
Inbetriebnahme der Fahrleitungsanlage und Zollschutzschaltung im Werkbahnhof des EKO
   
22.02.91  Mit der Zuschaltung der letzten Trafos,  Maschinenschaltanlage und Umformers erlangte das Umformerwerk seine volle Betriebsfähigkeit.Das Umformerwerk Frankfurt (Oder) speiste damit den .Bereich zwischen den Kuppelstellen Fürstenwalde und Coschen. Dazu standen vier Umformer à 10 MVA zur Verfügung. Das Bsw Fko betrieb die Fahrleitungsanlagen von Erkner(e) und..Eisenhüttenstadt(e)

 

Ab 01.01.1994 wurden mit der Bahnreform und Gründung der DB AG die Dienststellen Starkstrommeisterei (Stm) und Bahnstromwerk (Bsw) der DR organisatorisch zum elektrotechnischen Dienst NNT 5 zusammengeschlossen (Das Kürzel bedeutete: 1. N für Netz, 2. N für Niederlassungsebene, T für Technik, 5 für Elektrotechnik).

Die Mitarbeiter der ehmaligen Starkstrommeisterei (Stm) bezogen Arbeitsplätze im Lillihofer Bahnstromwerksgebäude.
Im Jahr 2011 sind Oberleitungs- und
50-Hz-Mitarbeiter in der Briesener Straße, innerhalb der Organisation bei der DB Netz AG, Produktionsdurchführung Cottbus tätig.

Der Starkstrombereich (50 Hz) ist nun zum Fachdienst Leit- und Sicherungstechnik (LST) gehörig.

Das Umformerwerk befindet sich noch im Lillihof und gehört zur DB Energie GmbH.

Leiter der Dienststelle:

Michael Reinhold ab 01.09.1986 bis 26.04.1988 Abteilungsleiter Bahnstromwerk im Bw Frankfurt (O) dann bis 31.12.1989 LdD
Manfred Volmer
vom 31.12.1989 bis 01.05.1990
Ulrich Schultheiß ab 01.05.1990

 

Autoren: Malzahn, Schultheiß