Die sowjetische Feldposteinheit 61481 in Mixdorf übernahm am 02. Oktober 1952 das Anschlussgleis vom Bahnhof Mixdorf in das Tanklager.
Die Anschlussweiche 3 befand sich im Bahnhofsgleis 2 im Kilometer 133.320 der Strecke Frankfurt/Oder – Grunow/NL – Cottbus. Innerhalb des Anschlusses befand sich ein Umfahrgleis mit einem Prellbock am Gleisende. Gesichert wurde die Anschlussbahn zum Hauptgleis hin mit einer Gleissperre (Gs I), die mit der Weiche 3 in Abhängigkeit stand. Die Höchstgeschwindigkeit in der Anschlussbahn betrug
10 Km/h. Das Abstoßen von Wagen war verboten.
Kurzcharakteristik der Anschlussbahn Mixdorf:
Gleislänge 938m
Nutzbare Länge 657m
Anzahl der Weichen 3
1 Seitenrampe
Achsfahrmasse 21 Tonnen
Umschlag von VK und DK
Kleinster Radius 110m
Größte Neigung 10 Promille
Die Betriebsführung übernahm die Deutsche Reichsbahn. Im ersten Jahr erfolgte die Bedienung der Anschlussbahn mit den Zügen 8433 und 8434 vom Bahnhof Grunow/NL aus. Auf jeder Lokomotive musste sich dabei ein Feuerlöscher befinden.
Ab Ende 1953 übernahm diese Aufgaben die Kleinlokomotive des Bahnhofes Müllrose. Sämtliche Sendungen für den Anschluss wurden dem Bahnhof Müllrose zugeführt und anschließend nach Mixdorf überführt.
Anfangs fanden täglich zwei Bedienungsfahrten statt, später wurde dann nach Bedarf gefahren.
Fahrplan der Bedienungsfahrten ab 1953
Bei starkem Verkehr wurden auch Sonderfahrten zwischen beiden Bahnhöfen eingelegt.

Mit dem Abzug der sowjetischen Armee 1993 wurden unzählige Kesselwagenzüge in den Anschluss gefahren, um den vorhandenen Dieselkraftstoff abzufahren.
Die Zuglokomotive der Baureihe 232 oder 234 blieb bei der Anschlussbedienung am Zug, um die Beladenen Wagen wieder die Steigung zum Bahnhof Mixdorf hinaufzuziehen zu können.
Die meisten beladenen Kesselwagenzüge wurden über Frankfurt/Oder abgefahren. In Müllrose bekamen sie von der Güterabfertigung noch die nötigen Papiere.
Gleichzeitig stieg bei dem Halt dann der Rangierleiter in Müllrose ab.
Die Kündigung des Anschlussbahnvertrages durch die Kommandantur der WGS bei der Rbd Berlin erfolgte am 16. Dezember 1993.