Kurzinformationen aus:

Verkehrsgeschichtliche Blätter (vb) 2-2008


3.05    Elektronisches Stellwerk Oderbrücke. Am 24./25.2.2008 wurde auf dem Bahnhof Oderbrücke in Frankfurt (Oder) ein elektroni­sches Stellwerk in Betrieb genommen, das zwei alte Stellwerke ersetzt. Vom neuen Stellwerk werden Zug- und Rangierfahrten auf acht Gleisen mit 23 Weichen und 47 Signalen gesteuert. 

-Punkt 3 Nr. 5/2008; bk-

3.06    Baustart für neue Eisenbahnbrücke über die Oder. Am 26.2.2008 haben Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und sein polnischer Amtskollege Cezary Grabarczyk in Frankfurt (Oder) den deutsch-polnischen Staatsvertrag zum Bau und zur Instandhaltung der insgesamt 13 Grenzbrücken über Oder und Lausitzer Neiße unter-zeichnet. Die ältesten Teile der Oderbrücke bei Frankfurt (Oder) stam­men aus dem Jahr 1870. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke bis 1951 wiederhergestellt. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde auf dem Bahnhof Oderbrücke am Westufer der Oder begannen die Arbeiten zum Neubau der 442 m langen Eisenbahn­brücke mit einem symbolischen Rammschlag. Für den ca. 25 Mio. € teuren Brückenneubau ist eine Bauzeit von Februar bis Dezember 2008 vorgesehen. Der komplizierte Bauablauf begann mit dem Ausbau der nördlichen Vorlandbrücken. Ostern 2008 wurden im Rahmen einer 76­stündigen Totalsperrung Hilfsbrücken eingebaut. Während einer Totalsperrung vom 17.10. bis 1.12.2008 werden die restlichen Brückenteile mit der Strombrücke ausgebaut und durch die neuen ersetzt. Die auf dem Montageplatz am polnischen Ufer vormontierten Brückenteile werden eingeschoben bzw. eingeschwommen. Anstelle der bisher genutzten 16 eingleisigen Fachwerkträgerbrücken in den Vorlandbereichen und der 80 m langen zweigleisigen Fachwerk- Strombrücken werden ­acht zweigleisige Spannbeton-Hohlkasten­-brücken und eine 104 m lange Netzwerkbogenbrücke eingebaut. Dabei kommt es zu einer bautechnisch bedingten Verschiebung der gesamten 442 m langen Brückenkonstruktion um 16 m in Richtung des polnischen Oderufers. 

                                       -Presseinfo DB AG, 26.02.2008; bk; pb-

Verkehrsgeschichtliche Blätter (vb) 4-2008

3.17   Neue Oderbrücke in Frankfurt. Von Juli bis September 2008 werden mit über 400 Lkw-Ladungen Beton - rund 3900 m3 - dieneuen Vorlandbrücken gebaut. Für die neue Brücke mussten zunächst die alten stählernen Vorlandbrücken auf der Nordseite abgebaut sowie am polnischen Ufer eine Hilfsbrücke eingebaut werden. Anschließend entstanden die neuen Brückenwiderlager sowie die acht neuen Brückenpfeiler. Für die Gründung der Widerlager und Pfeiler mussten 11 m tief Spundbohlen in den Untergrund gerammt werden - insgesamt 5,4 km Stahl mit einem Gesamtgewicht von 860 t. Besonders schwierig war das Einbringen der Spundbohlen auf der Westseite der Brücke.
Hier verbargen sich in der Tiefe des Untergrundes noch Reste der 1945 gesprengten Brücke. Auf speziellen Traggerüsten werden die Beton­hohlkästen der Vorlandbrücken erstellt. Für Brückenwiderlager, Pfeiler und Vorlandbrücken müssen insgesamt rund 1165t Bewehrungs- und Spannstahl verarbeitet werden. Die Bogenbrücke wird am polnischen Ufer vormontiert. Vom 17.10. bis 1.12.2008 - in nur 45 Tagen - werden die alte Brücke komplett abgebrochen, die Neu­bauten eingeschoben bzw. eingeschwommen und die Bahnverbindung über die Brücke wieder hergestellt.                               
                
  

-Presseinfo DB AG, 03.07.2008-

 

Zusammengestellt von L. M.