Wagenwäsche und ehemaliges Öllager



In unmittelbarer Nähe des Stellwerkes Fgf befindet sich seit 1914 die Wagenwäsche (Betonfläche im Bereich der Gleise 126 und 127, Heiz- und Maschienenhaus sowie Werkstatt). Hier erfolgte die Reinigung der Güterwagen mit warmen oder kaltem Wasser überwiegend nach Viehtransporten. Der angefallende Dung wurde zunächst im Dungbansen gelagert und zum Abtransport mit einem kleinen Rollwagen über Gleis 127 zum Dungkran gefahren, wo die Verladung auf Flachwagen erfolgte.

Wagenwäsche


In den ersten Jahren nach 1945, etwa ab 1948, wurden dort bis zu 60 Mitarbeiter beschäftigt, weil nicht nur Güterwagen gewaschen, sondern auch komplette sowjetische Urlauberzüge gereinigt und gewartet wurden. Eine Generalreparatur der Wagenwäsche ist nach den Unterlagen der ehemaligen Frankfurter Hochbaumeisterei 1952 nachgewiesen.
Ab etwa 1970 war im Maschinengebäude auch eine Druckluftanlage für die Bremsprüfung (Fgs und Fgr) eingerichtet. Zur Senkung des Schadwagenbestandes erfolgte von 1985 bis 1989 auf einem der beiden Gleise die Ausbesserung von täglich 15 bis 20 Güterwagen. Seit 1990 ist die Wagenwäsche stillgelegt.
Helmut Hartke, Leiter des Bahnbetriebswagenwerkes von 1981 bis 1990, erinnert sich: „Das am nördlichen Ende der Wagenwäsche befindliche Gebäude war ein Öllager. Von dort erhielten bis zur Einführung der Rollenlager die Achsbuchskolonnen, die in den Bezirken Fgs, Fgn und Fgk die Gleitlager der Güterwagen überprüften und die Schmierposten ihre Betriebsstoffe. Auf dem Gleis 123 an der Böschung standen Reisezugwagen, in denen sich die Mitarbeiter umkleideten.“