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Foto L.Meyer

Das Gefallenendenkmal auf dem Kiliansberg

1921 regte die Beamtenschaft an, den im Weltkrieg 1914 - 1918 und bei den anschließenden
Grenzkämpfen gefallenen Eisenbahnern der ehemaligen Direktionsbezirke Bromberg, Posen und Danzig in der neuen Heimstadt ein Denkmal zu setzen.
Zehn Jahre vergingen, bis Spenden der Eisenbahner die Errichtung des Ehrenmals für 1535 Gefallene ermöglichten: Die feierliche Weihe des vom Reichsbahnrat Beringer, dem Schöpfer des Bahnhofsneubaus, entworfen und von dem Bildhauer Fürstenberg geschaffene schlichte Ehrenmals erfolgte am 3. Juli 1932.
Beringer schrieb dazu: "Aus der städtebaulichen Beziehung des Denkmals zur Umgebung, und zwar einerseits als Abschluß der vom Verfasser in den Jahren 1922 bis 1924 geschaffenen Wohngruppe,  wie auch als Betonung des Berggipfels, ergab sich die schlanke, aufragende Form. Aus dem Erdreich wachsen drei eckige, steinerne Tafeln empor. Sie verkörpern die drei Direktionsbezirke, denen die Gefallenen angehörten. Der Zusammenschluß der drei frei neben einander stehenden Tafeln zu einem einheitlichen Sockelblock  deutet auf die Vereinigung der ehemaligen drei Bezirke in dem neuen Reichsbahndirektionsbezirk Osten hin. Als Sinnbild gemeinsamer Tätigkeit krönt ein geflügeltes Rad das Ehrenmal. 
Inschriften (heute nicht mehr lesbar) auf den Schmalseiten klären den Fremden über die Bedeutung des Bauwerkes auf. Der steinerne Schaft ist aus Kirchhainer Muschelkalkstein- Quadern zusammengefügt. Die Bekrönung besteht aus Bronze.
Gleichzeitig mit der Errichtung des Denkmals ist auch die Brüstung der Aussichtsterrasse in der Art, wie sie vom Verfasser ursprünglich geplant war, mit einem Kranz aneinander gereihter Sitzbänke versehen worden."

 

Auszug aus dem Buch "Eisenbahnknoten Frankfurt(Oder)"