Bahnhof Oderbrücke
Als Folge des 2.Weltkrieges war Frankfurt (Oder) 1945 eine Grenzstadt geworden. Für den grenzüberschreitenden Güterverkehr waren die vorhandenen Betriebsanlagen nicht mehr ausreichend. Der Bau eines neuen Grenzbahnhofs machte sich erforderlich. Unmittelbar westlich der Oderbrücke wurde der bis zu 14 Meter hohe zweigleisige Bahndamm für die Aufnahme von je drei Übergabe- und Übernahmegleise vorbereitet. Baubeginn war 1950, die Inbetriebnahme des neuen Grenzbahnhofs erfolgte am 23. Mai 1954. Zur Fertigstellung wurden 550 000 m³ Erdmassen, darunter 250 000 m³ Schutt aus dem zerstörten Zentrum der Oderstadt, verbaut. Mit einer extra eingerichteten Trümmerbahn wurde der Schutt der Ruinen zur Baustelle gefahren. Der neue Radfahrweg im Buschmühlenweg nutzt diese alte Trasse .
Durchschnittlicher täglicher Ein- und Ausgang auf dem Grenzbahnhof Oderbrücke
Jahr |
Import/Tag Züge |
Wagen |
Export/Tag Züge |
Wagen |
1966 |
25 |
1121 |
20 |
876 |
1970 |
25 |
1031 |
18 |
731 |
1974 |
25 |
995 |
21 |
822 |
1978 |
21 |
733 |
18 |
735 |
1982 |
18 |
634 |
16 |
585 |
1986 |
15 |
510 |
15 |
534 |
1990 |
13 |
421 |
13 |
437 |
1994 |
14 |
399 |
13 |
406 |
1998 |
8 |
204 |
8 |
177 |
Ab 1997 wurde die Kapazität, durch Bauvorhaben bei der PKP, auf die Hälfte reduziert. Im Jahr 2007 werden wieder die Leistungen der achziger Jahre erreicht Ein Schwachpunkt ist zur Zeit das Brückenbauwerk über die Oder. Ab Fahrplanwechsel Dezember 2006 ist die Brücke nur noch eingleisig zu befahren. 2008 soll ein Neubau die alte Brücke ersetzen. Zur Betriebsdurchführung zwischen Odk und dem Rangierbahnhof waren 7 Lokomotiven der Baureihe 52 eingesetzt. Die Lok`s waren an Tender und Rauchkammer mit Schildern 1 -7 besonders gekennzeichnet. Die Lok Odk 7 wurde überwiegend als Schiebe- und Rangierlok eingesetzt. Wegen hohem Aufkommen an Differenz- und Schadwagen wurde ab Fahrplanwechsel 78/79 eine weitere Lok der Baureihe 106 als zusätzliche Rangierlok eingesetzt. Ab 1979 begann die Umstellung auf Dieseltraktion. Aber erst am 14. Oktobere 1986 erfolgte der letzte Einsatz einer Dampflok.
Nachdem 1995 auf dem Rbf die Südgruppe geschlossen wurde, gibt es auch die Oderbrückenlokomotiven nicht mehr. Die Züge werden vom Inland dem Bahnhof Oderbrücke direkt zugefahren und auch abgefahren.
Elektrifizierung
Der Bahnhof Oderbrücke ist ein Systemwechselbahnhof. Die Elektrifizierung erfolgte deshalb in zwei Etappen. Der östliche Teil des Bahnhofs wurde als erstes mit 3000 V Gleichstrom überspannt. Der elektrischen Zugbetrieb zwischen Rzepin und Oderbrücke konnte am 28. Mai 1988 aufgenommen werden. Die Zuschaltung des Westkopfes mit 15 kV und 16 2/3 Hz Wechselstrom erfolgte erst am 15. Dezember 1990. E-Triebfahrzeuge fahren mit Schwung in den Bahnhof ein und haben beim Verlassen ihres Stromsystems den Bügel zu senken. Die E-Lokomotiven werden anschließend mit einer Diesellok umgesetzt.
Für anfallende Rangierarbeiten und zum Umsetzen der E-Loks ist ab 24. Mai 1998 eine funkgesteuerte Lok der BR 298 im Einsatz.
Außer drei EC- Zugpaare, werden Reisezüge z.Z. mit Diesellok gefahren. Perspektivisch werden alle grenzüberschreitenden Züge mit Zweisystemloks bespannt werden.
Raumbelegung Importbracken
.....................Exportgebäude
bearbeitet: Malzahn