Sicherungsanlagen auf dem Personenbahnhof

 

Zur "Regelung des Dienstes für einlaufende und abgehende Züge etc." diente in den ersten Jahren nach 1842, eine an der Steckenverzweigung nach Berlin und Küstrin aufgestellte "Telegraphenbude" , welche durch eine Leitung mit dem "Stationsbureau" verbunden war. Die Station verfügte zu dieser Zeit über acht "Morsesprechapparate", einen "Läuteinduktor" und war bis Finkenheerd mit 15 "Glockenapparaten" ausgestattet.

Die ersten Stellwerke, die "Signalhäuser A (wird ersetzt durch Fwt) und B (später Fot) für die Zentral-, Signal-und Weichenstell-Apparate datieren aus den Jahren 1880.

Mit der Inbetriebnahme der Strecke Frankfurt - Cottbus über Grunow, entstand 1890 das Stellwerk Afc.

Alle Stellwerke waren mechanischer Bauart.

Das starke Anwachsen des Verkehrs, die beengten Verhältnisse und die großen Entfernungen zwischen den einzelnen Ladestellen ließen die Forderung nach neuen Bahnhofsanlagen immer größer werden. In den Jahren 1922 bis 1924 entstanden die neuen Anlagen. Die mechanischen Stellwerke wurden durch elektromechanische ersetzt. Im Bereich des Betriebswerkes entstand das Stellwerk Fmt (ab 1946 Bauform Siemens und Halske) und auf der Strecke nach Berlin wurde die Blockstelle Nuhnen eingerichtet. Am 16. November 1924 ging das Befehlsstellwerk Fwt (Bauform AEG) und Anfang 1925 das Wärterstellwerk Fot (Bauform AEG) in Betrieb.

In dieser Ausführung bestand der Bahnhof die Belastungen des 2.Weltkrieges und als Grenzbahnhof der Nachkriegszeit.

Als Schlussfolgerung der Oelkrise der siebziger Jahre wurde bei der Deutschen Reichsbahn die Streckenelektrifizierung voran getrieben. In Vorbereitung der Elektrifizierung des Bahnhofs wurde das neue Zentralstellwerk der Bauform Gs III Sp 68, mit der Bezeichnung B1, am 22.11.1990 in Betrieb genommen. Durch das Stellwerk B1 konnten die Stellwerke Fwt, Fot, Fmt, Afs und Nuhnen aufgelassen werden. Im Stellwerk Fot (jetzt R2) wurde ein Rangierstelltisch, in Abhängigkeit vom Zentralstellwerk, eingerichtet.

Im März 2009 wurde das Stellwerk Fwt abgerissen, leider. Es gab Interessen das Stellwerk anderweitig zu nutzen. Bereits 1991 gab es einen Antrag an die IWH Frankfurt das Objekt zu übernehmen um dort ein Cafe zu betreiben. Die Finanzierung des Umbaus war gesichert, die ersten Projektierungsunterlagen lagen vor. Leider wurde dem Antrag nicht statt gegeben.

Projekt Cafe Fwt